„Das Hilfswerk des Lions Club Hilden unterstützt „Gemeinsam Leben Lernen“ bei dem Projekt: ‘Inklusionshilfe – Einfach besser fördern.’“

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Die inklusive Schule ist ihr Weg. Der gemeinsame Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern erfordert eine völlig neue Lernkultur. Er ist eine große Herausforderung für Pädagogen. Politik kann die Rahmenbedingungen in der Bildung nicht so schnell verändern, wie die Kinder es vor Ort benötigen. Hilfe ist unerlässlich. Heute. Sofort. Aber Hilfe mit Konzept.
Hilden, 22.10.2012
„Das Motto für das Projekt: GEZIELT. GEMEINSAM. MITTENDRIN. FÜR UNSERE KINDER.“


In einem weiteren Schritt geht es um die Einbindung des Integrationsbegleiters in das Team aus Lehrern, Sonderpädagogen, Erziehern, anderen Integrationsbegleitern und auch Eltern. Hier soll es insbesondere um Teambildungsmaßnahmen und um einheitliche Methoden für Kommunikation, Abstimmung und Bewertung der täglichen Arbeit mit dem zu begleitenden Kind gehen.Die Erfahrungen aus Fortbildungsmaßnahmen und Praxis sollen dann zukünftig auch allen weiteren Schulen, insbesondere auch der neu geplanten Sekundarschule, die als Vorreiterschule für die Inklusion in der Sekundarstufe antritt, zugutekommen. Das Projekt ist erfolgreich, wenn wir es schaffen, durch den Einsatz von gut ausgebildeten und hoch motivierten Integrationsbegleitern eine Situation in der inklusiven Schule zu schaffen, bei der alle Kinder – ob behindert, nicht behindert oder sogar hochbegabt – entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen gefördert und zum positiven Lernerfolg motiviert werden und alle Beteiligten (Schüler, Lehrer, Erzieher und Eltern) irgendwann mit Überzeugung frei nach Richard von Weizsäcker sagen können: „Es ist normal, verschieden zu sein.“
Darum unterstützt das Hilfswerk des Lions Club Hilden den Verein „Gemeinsam Leben Lernen“ bei dem Projekt: „Inklusionshilfe – Einfach besser fördern.“Die UN-Behindertenrechtskonvention ist durch Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert worden und damit völkerrechtlich verbindlich. Ein zentrales Anliegen der UN-Konvention ist es, Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in das allgemeine Bildungssystem einzubeziehen und ein  gemeinsames Lernen möglich zu machen. Der Landtag NRW hat sich zu dem „Rechtsanspruch auf Inklusion“ bekannt. Hilden hat eine lange Tradition des gemeinsamen Lernens. Bereits Ende der 80er Jahre wurde mit dem gemeinsamen Unterricht für Behinderte und Nichtbehinderte begonnen. Heute ist die OGS Am Elbsee auf Beschluss des Rates eine Schwerpunktschule und übernimmt in Hilden die Vorreiterrolle für eine gelingende Inklusion. Seit langer Zeit ist der Verein „Gemeinsam Leben Lernen“ ein Motor für die Inklusion in Hilden und setzt sich zurzeit insbesondere für die Verbesserung der Rahmenbedingungen an der Hildener Schwerpunktschule ein. Eine erfolgreiche Inklusion braucht gute Rahmenbedingungen. Eine Schwerpunktschule braucht Integrationshelfer oder besser Integrationsbegleiter, die behinderte Schüler und Schülerinnen in der Schule unterstützen. Die OGS Am Elbsee hat bereits heute solche Integrationsbegleiter. Allerdings gibt es bisher keine entsprechend ausgebildeten bzw. speziell qualifizierten ­Integrationsbegleiter.
Hier setzt die Projektidee „Inklusionshilfe – Einfach besser fördern.“ des Vereins „Gemeinsam Leben Lernen“ an. Die Integrationsbegleiter an der Schwerpunktschule Am Elbsee sollen eine umfassende Fortbildung erhalten. Diese Projekt­idee wird unter anderen vom Lions Club Hilden unterstützt und soll sich zu einem Modell für die Region entwickeln.
Durch gezielte Fortbildungsmaßnahmen sollen in einem ers­ten Schritt die Rolle und die Aufgaben des Integrationsbegleiters an der Schule vermittelt werden. Ein wichtiger Aspekt wird auch die Verständigung über die individuellen Besonderheiten der zu begleitenden Kindern sein. Auf die Denk- und Verhaltensweisen dieser Kinder eingehen zu können ist in der Regel ein wesentlicher Schlüssel für die Inklusion und den Lernerfolg. Methoden der Heilpädagogik können hierbei Unterstützung bieten.